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Das Kind, der Tod und die Wahrheit
Das Rätsel um den Palästinenserjungen Mohammed Al-Durah
Die tragische Szene ging um die Welt: ein Palästinenserjunge, der in den Armen seines Vaters stirbt, Opfer eines Schusswechsels zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Aber stimmt die Geschichte? Handelt es sich um eine Fälschung?
Das Bild ging um die ganze Welt: Ein Vater kauert hinter einem Betonfass, schützend den Arm um seinen kleinen Sohn gelegt. Er versucht, sich und sein Kind zu retten. Die tragische Szene wird gefilmt von einem Kameramann des französischen Fernsehkanals France 2. Weltweit ist zu sehen, wie Mohammed Al-Durah, der zwölfjährige Palästinenserjunge, an der Netzarimkreuzung in Gaza in den Armen seines Vaters stirbt, Opfer eines mörderischen Schusswechsels zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Aber stimmt die Geschichte? Oder sind die westlichen Medien Opfer palästinensischer Propaganda geworden? Ist die spektakuläre Szene eine Fälschung?
Erste Zweifel an der schlichten Wahrheit formulierte die ARD-Dokumentation "Drei Kugeln und ein totes Kind - Wer erschoss Mohammed Al-Durah?" (2002). Die akribische Recherche zeigte damals, dass nahezu ausgeschlossen ist, dass israelische Soldaten das Kind am 30. September 2000 erschossen. Was damals noch für heftige Angriffe gegen die ARD sorgte, ist mittlerweile allgemein akzeptiert. Demnach wären Palästinenser verantwortlich für den Tod des kleinen Jungen. Doch vielleicht ist die wahre Geschichte noch viel unglaublicher: Wurde Mohammed Al-Durah überhaupt erschossen? Die Zweifel jedenfalls an der Authentizität der Szene sind so schwerwiegend, dass kürzlich ein Gericht in Paris urteilte, es sei zulässig, von einer Fälschung zu sprechen. Sollten also tatsächlich jene Recht behalten, die seit Jahren behaupten, dass es sich um eine reine Propagandainszenierung handelt, dann wäre dies einer der größten Medienskandale - mit ungeheuerlichen Folgen. Wegen dieser Szene haben Menschen getötet und sind Menschen gestorben. Auch Al Kaida nutzt die Bilder - in einem Rekrutierungsvideo im Internet.
In Freitagspredigten und auf Flugblättern wurden Muslime aufgerufen, Mohammed Al-Durah zu rächen. Ein Aufruf, der grausige Realität wurde mit der bestialischen Enthauptung des amerikanischen Journalisten Daniel Pearl durch Islamisten. Im Video seiner Hinrichtung wird das "Todesurteil" als Rache für die "Ermordung" Mohammed Al-Durahs gerechtfertigt und die berühmte Szene eingespielt. Weltweit wurden Straßen und Plätze nach ihm benannt und bis heute werden Kinder in Palästina aufgerufen, den "Märtyrer Mohammed Al-Durah" zu rächen und ihm nachzueifern.
Die Dokumentation "Das Kind, der Tod und die Wahrheit" geht den vielen Widersprüchen und Ungereimtheiten nach, versucht das Rätsel um den kleinen Palästinenserjungen zu lösen. Auf Mohammed Al-Durahs Grab steht: "Die in der Schlacht sterben, sterben nicht wirklich, sondern leben weiter." Im Paradies - davon ist jeder gläubige Moslem überzeugt. Sollte Mohammed aber tatsächlich noch am Leben sein, dann wäre er heute 20 Jahre alt. Denkbar ist diese unglaubliche Geschichte, denn eines zeigen die Bilder ohne Zweifel nicht: den Tod Mohammed Al-Durahs. Der Film ist ein einzigartiges Anschauungsmaterial für die aktuellen Probleme der modernen Mediengesellschaft. Ist ein Bild wirklich oder wahr, ist es realistisch oder real? Feinheiten, die an der Front des Medienkrieges längst keine Rolle mehr spielen.
Dubai - Übermorgenland in der Klemme
Touristenmagnet und Spekulationsobjekt
Einzigartige Projekte wie die künstlich geschaffenen Inseln in Palmenform ziehen jeden Betrachter in seinen Bann. Die Augen der ganzen Welt sind auf Dubai gerichtet. So etwas hat es zuvor noch nie gegeben: nur Superlative.
"Die ersten Menschen haben sich auf der Jumeirah Palmen-Insel angesiedelt. 50 bis 60.000 Menschen werden dort wohnen. Das ist erstaunlich: diese neue Stadt auf dem Wasser, die beinahe Venedig imitiert. Aber das hat natürlich seinen Preis. Die Häuser stehen sehr eng beieinander. Und auch zwischen den Zweigen der Palme ist wenig Platz. Das bringt eine Reihe von Problemen mit sich. Das Wasser kann nicht so zirkulieren, wie es soll, und es besteht die Gefahr, dass es steht. Jetzt werden Techniken angewandt, um das Wasser künstlich und ständig in Bewegung zu halten. Es wird sogar darüber nachgedacht, Unterwasser-Turbinen zu installieren, um zu verhindern, dass das Wasser in der Palme still steht."
Projekte mit Symbolkraft
Offenbar kennt man hier kaum Grenzen, die nicht technologisch überwunden werden können. Baut es und sie werden kommen. So lautete die These in der Stadt der Superlative. Aber ist sie noch richtig? Der Burj Dubai, mit über 800 Metern der höchste Turm der Welt. Er steht kurz vor seiner Vollendung. Wird man seine 203 Etagen in Zukunft brauchen?
Projekte mit Symbolkraft sorgten für Aufsehen: Auch in der Wüste kann man Ski fahren! Diese kuriosen Meldungen haben eine erste Welle von Touristen neugierig gemacht und hierher gelockt. Sie müssen kommen. Denn sie sind der Schmierstoff für den Motor Dubai. Aber wie viele von ihnen werden wieder hierher reisen? Wer will auf Dauer einen Ort besuchen, dessen Attraktionen faszinierend, aber im Grunde künstlich sind?
Derzeit reisen sechs Millionen Touristen pro Jahr hierher. Soviel wie nach Australien. Zehn Millionen sollen es werden. Doch das Geld für immer neue Attraktionen ist plötzlich nicht mehr da.
Türken gegen Armenier - Völkermord im 20. Jahrhundert
Im Ersten Weltkrieg wurden zwischen 1915 und 1918 schätzungsweise 1,5 Millionen Armenier von den türkischen Streitkräften ermordet. ARTE zeigt diese Dokumentation innerhalb eines Programmschwerpunktes anlässlich des diesjährigen Armenien-Jahres in Frankreich.
Am 24. April 1915 besiegelte die nationalistische Jungtürken-Regierung des Osmanischen Reichs das Schicksal der Armenier in Anatolien. Mehr als 600 hoch angesehene Persönlichkeiten und Intellektuelle wurden damals bei einer Razzia in Konstantinopel verhaftet. Die Türkei, die im Ersten Weltkrieg Partei für Deutschland und Österreich-Ungarn ergriffen hatte, beschuldigte die Armenier, mit Russland gegen sie zu paktieren. Mehr als eine Million Armenier fielen zwischen 1915 und 1916 Verschleppungen und Massakern zum Opfer. Zum besseren Verständnis der Hintergründe und Zusammenhänge des Völkermordes an den Armeniern analysiert der Film die bereits in den vorangegangenen Jahrzehnten verübten Massaker sowie die geopolitischen Rahmenbedingungen des Genozids.
Bereits kurz nach der Machtübernahme des Triumvirats der Jungtürken im Jahr 1915 wurden die ersten Deportationen organisiert. Keine der ausländischen Großmächte reagierte. Der Weltkrieg tobte, und die türkische Regierung konnte ihre Politik in völliger Straffreiheit fortführen. Am 30. Oktober 1918 unterzeichnete die besiegte Türkei einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Die führenden Jungtürken des Komitees Einheit und Fortschritt flohen oder wurden verhaftet. Die neue osmanische Regierung strengte einen Prozess gegen sie an, dessen Urteilsspruch am 5. Juli 1919 auf persönliche, der juristischen Person der Partei Einheit und Fortschritt zuzuschreibende Verbrechen schloss. Der am 10. August 1920 unterzeichnete Vertrag von Sèvres hätte Armenien die Unabhängigkeit zuerkannt, wurde jedoch nie ratifiziert.
1923 gründete Mustafa Kemal die neue Türkische Republik, die mit dem Vertrag von Lausanne anerkannt wurde. Die Armenien-Frage wurde damit begraben.
ZUSATZINFORMATION
Die Dokumentation greift auf die Berichte von damals im Osmanischen Reich stationierten westlichen Diplomaten zurück: Walter Rössler, deutscher Konsul in Alep, Leslie Davis, amerikanischer Konsul in Kharput, Konrad von Wangenheim, deutscher Botschafter in Konstantinopel, Henri Morgenthau, amerikanischer Botschafter in Konstantinopel und Wolf Metternich, Wangenheims Nachfolger in Konstantinopel. Diese bemerkenswerten Zeugnisse geben Aufschluss über die Geschichte des Völkermords in Armenien, über seine Methoden sowie über Wege und Ziele der Deportationen. Weitere Quellen des Films sind Zeugenberichte von Überlebenden, die seit Jahren von der Diaspora gesammelt wurden, sowie Dokumente aus den Archiven der osmanischen Behörden, in denen die Motive und die vom Triumvirat Enver, Talaat und Djemal Pascha ergriffenen Maßnahmen erläutert werden.
Mit meiner Tochter nicht

Das qualvolle Ritual der weiblichen Beschneidung wird vor allem in Afrika vollzogen. Doch leben inzwischen auch Hunderttausende von betroffenen Frauen in Europa. Manche unterziehen ihre Töchter einer Beschneidung der Schamlippen und Klitoris, sowohl in London, Berlin und Paris als auch - um die europäischen Strafgesetze zu umgehen - auf Heimaturlaub in Afrika. Immer mehr afrikanische Frauen stellen sich gegen die blutige Tradition, unter der sie selbst ihr ganzes Leben leiden. In der Dokumentation erzählen die drei afrikanischstämmigen Frauen Faduma Korn aus Deutschland, Layla Mohammed aus England und Djeneba Kamara aus Paris ihre ganz persönliche Geschichte.
BBC Exklusiv - Mein XXL-Busen

Vicky, Jodie und Maddy haben ein Problem, um das sie viele Frauen beneiden:
große Brüste. Auf Schritt und Tritt werden die drei von den Blicken stieläugiger
Männer verfolgt, andere Frauen hingegen würden am liebsten mit ihnen tauschen.
Doch ab einer gewissen Größe wird der Busen nicht nur zu einer körperlichen Last.
nmache und Vorurteile machen den Frauen schwer zu schaffen. "Weniger ist mehr",
gilt für die drei Protagonistinnen.
Deshalb lassen sie kaum eine Möglichkeit unversucht, mit deren Hilfe die Last zur Lust
werden kann. Was hilft dabei am besten: der richtige BH, Sport, eine Diät oder doch
der radikalste Schritt - eine Brustverkleinerung? Ein zu großer Busen kratzt bei vielen
Frauen nicht nur am Selbstbewusstsein, er kann auch körperlich schwerwiegende
Folgen haben: Verspannungen im Nacken und Kopfschmerzen, chronische
Rückenschmerzen und einschnürende BH-Träger, die ihre Spuren hinterlassen.
Die Frauen müssen lernen, sich und ihren Busen zu akzeptieren und durch eine
gute Körperhaltung und gezieltes Muskeltraining ihr Selbstwertgefühl zu stärken.
Bleibt der erhoffte Erfolg aus, hilft oft nur aus medizinischen Gründen die
Brustverkleinerung. Doch ein solcher Eingriff hinterlässt bleibende Spuren:
Narben, die ein Leben lang sichtbar sind. Von ihren Freundinnen wird Jodie
m ihre Oberweite beneidet. Bei einem amüsanten Selbstexperiment mit einem
unechten XXL-Busen finden diese jedoch nicht nur heraus, wie sehr eine Oberweite
à la Pamela Anderson die Bewegungsfreiheit einschränkt, sondern auch,
dass die Blicke der gaffenden Männer auf Dauer ziemlich lästig sein können.
Vicky leidet jedoch am meisten unter dem Gewicht ihrer Brüste. Wie viele ihrer
Leidensgenossinnen hat sie bereits Haltungsschäden. Bei einem Beratungsgespräch
mit einem Schönheitschirurgen versucht sie, Klarheit darüber zu bekommen,
ob eine Brustreduktion das Richtige für sie ist. Auch die ansonsten zierliche
Fotografiestudentin Maddy stört die konstante Aufmerksamkeit, die ihre Brüste
auf sich ziehen. Mit ihrem überproportional großen Busen hat sie Probleme,
überhaupt passende Kleidung zu finden - nicht gerade ein Vorteil, wenn man
auch als Model arbeiten möchte. Doch Maddy entscheidet sich, etwas an ihrer
Einstellung zu ändern, statt sich unters Messer zu legen. Bei einem Fotoshooting
stellt sie sich ihren Ängsten und kommt ihrem Traum ein Stückchen näher.
Vicky leidet unter der Größe ihrer Brüste und hat wahnsinnige Angst, sich im
Badeanzug zu zeigen. Deshalb hat sie auch nie Schwimmen gelernt. Schließlich
will sie das Problem bei der Wurzel packen und einige überflüssige Pfunde
abspecken sowie ihre Brustmuskulatur stärken. Bald zeigt ihr Trainingsprogramm
die ersten Erfolge... Die deutsche Erstausstrahlung der BBC Exklusiv-Dokumentation
"Mein XXL-Busen" zeigt, wie der Busen dreier Frauen deren Leben bestimmt und wie
sie es in einem langwierigen Prozess schaffen, ihren Körper so anzunehmen,
wie er ist. Ob es ihnen gelingt, ihre Üppigkeit zu akzeptieren und sich
selbstbewusst zu zeigen?
Die Germanen (4-Teiler)
Teil 1 - Barbaren gegen Rom
Eigentlich hat es "die Germanen" nie gegeben. Der römische Feldherr Julius Cäsar erfindet
diese Sammelbezeichnung für höchst unterschiedliche Stämme, die nördlich des Römischen
Reiches lebten, - vermutlich um seinen Ruhm als Feldherr im Gallischen Krieg zu erhöhen.
Seit diesem Zeitpunkt stößt das kriegerische Volk in den Wäldern Mitteleuropas bei den
Römern auf großes Interesse. So machen sich einige in die Siedlungsgebiete der "Barbaren"
auf und berichten von deren Leben.
Basena, eine suebische Priesterin - sie ist die fiktive Hauptfigur im ersten Teil der
Dokumentationsreihe - erzählt aus germanischer Sicht vom Beginn der Konfrontation
mit dem Römischen Reich. Sie ist Zeugin der Schlacht zwischen Cäsar und dem Suebenfürst
Ariovist, flieht zu den Cheruskern und wird dort in einer Sippe zuständig für die geheimnisvollen
Dinge um Geburt und Tod, für den Kontakt zu den Göttern und den Verstorbenen.
Im hohen Alter erlebt sie, wie immer größere Teile Germaniens von den Römern erobert werden.
10.500 - Untergang der ersten Hochkultur
Teil 1: Spiegel des Himmels (3-Teiler)
Verblüffende Kenntnisse über den Sternenhimmel lassen sich aus monumentalen
Steindokumenten wie den Pyramiden in Ägypten und Mexico ebenso ableiten, wie
aus der gigantischen Tempelanlage von Angkor Wat in Kambodscha.
Die astronomische Uhr ist unbestechlich, und so führen die Sternbilder von Orion
und Drachen weit in die Zeit zurück, als die Baumeister und Priester einer über
13.000 Jahre alten Hochkultur ihre Kultstätten danach ausrichteten,
um ihren Göttern zu huldigen.
Die letzten Jahre der Dinosaurier (2-Teiler)
Flucht auf die Insel
Vor 80 Millionen Jahren in der Mongolei: Das Velociraptor-Weibchen „White Tip“ muss
sich alleine durch die ungemütliche Wüste Gobi schlagen und versuchen, ihre Herde
wiederzufinden. Aber sie muss gegen gefährliche Jäger und Beutetiere ums Überleben
kämpfen und sich den Herausforderungen der Wildnis stellen. Glücklicherweise
entdeckt sie eine neue Herde und findet dort einen Partner. Aber als neues
Weibchen muss sie sich ihren Platz in der Herde des Velociraptoren „Blue Brow“ erst
noch verdienen und sich in der Wildnis behaupten. Wird sie ihren Kampf gewinnen?
Sturm über Europa (4-Teiler)
Die Völkerwanderung ist einer der legendärsten und faszinierendsten Stoffe in
unserer Geschichte. Sie ist zu neuer Bedeutung gelangt, da moderne Historiker
den Germanen einen entscheidenden Anteil an der Entstehung Europas beimessen.
Teil 1 Kimbern und Teutonen
Im Jahr 113 vor Christus erreicht Rom die Nachricht, dass die Kimbern und Teutonen
auf dem Weg gen Süden seien. Es war die erste große Völkerwanderung der Germanen -
Hungermarsch, Abenteuer und Kriegszug in einem.
Fast 20 Jahre lang zogen sie über 7.000 Kilometer durch Europa, ehe die Teutonen
in Südfrankreich und die Kimbern in der Po-Ebene besiegt wurden.
Die Spartaner(2-Teiler)
Teil 1 Der Aufstieg
Im Jahr 900 v. Christus war Sparta noch eine offene Siedlung aus vier Dörfern mit gemeinsamen
Heiligtümern. Nach den zwei Messenischen Kriegen wurde Sparta zum mächtigsten und größten Staat
auf der Peleponnes. Während sich in Athen Philosophie und Dichtkunst entwickelten, hatte Sparta nur
ein Ziel: militärische Macht.
http://filebase.to/files/136383/Die_Spartaner-Der_Aufstieg.avi
Die Pest - The History Channel Spezial (2-Teiler)
Die Dokumentation beginnt mit dem Ursprung der Pest in der Mongolei und ihrer Verbreitung
über die die Hafenstadt Kaffa am Schwarzen Meer bis nach Europa. Es geht um die Mikrobe
Yersina Pestis, die von Flöhen über Ratten auf den Menschen übertragen wurde und um den
Umgang der Bevölkerung mit der Bedrohung. Die Suche nach der Ursache, die in der religiös
dominierten mittelalterlichen Gesellschaft zunächst in der Strafe Gottes oder in der Astrologie
vermutet wurde, mündete in religiöse Hysterie: Flagellanten zogen durch das Land und
peitschten sich, als Nachahmung der Leiden Jesu, selbst aus. Einige Ärzte und Priester blieben
bei den Kranken, während andere flohen und letzte Rituale verwehrten. Die ignoranten Massen
fanden schließlich in den Juden den Sündenbock für die ‘Strafe Gottes’ und es folgte ein
regelrechtes Blutbad an den hilflosen Juden, obgleich diese genauso häufig an der Pest
starben wie alle andern auch. Die starke Verkleinerung der Bevölkerung als Folge der Pest
bewirkte tiefe soziale Veränderungen, die unter anderem die Renaissance mit sich brachten.
Die Dokumentation wirft die Frage auf, ob solch ein Ereignis auch heute noch stattfinden
könnte. Und wäre die Medizin in der Lage, die Ausbreitung einer Mikrobe zu stoppen, die
sich allein durch jährlich 500 Millionen Auslandsreisende rasant verbreiten könnte.
Teil 1
Der amerikanische Bürgerkrieg (4-Teiler)
Teil 1: Fort Sumter
April 1861: Der Beschuss von Fort Sumter war der Auftakt zu vier Jahren blutiger
Gefechte zwischen den Nord- und den Südstaaten Amerikas. Im Verlauf des Sezessionskrieges
mussten mehr als 600.000 Soldaten ihr Leben lassen, ganze Städte und Landstriche sind
zerstört worden. Vom ersten verhängnisvollen Schuss bei Sumter bis zur Aufgabe der
Konföderierten 1865 berichtet DER AMERIKANISCHE BÜRGERKRIEG die fesselnde Geschichte
des Krieges, dessen Narben immer noch nicht verheilt sind., Aufwendige filmische
Rekonstruktionen, Seltene Fotografien, Neueste Funde von Schlachtfeldern, Auszüge aus
Briefen und Tagebüchern, Analysen und Kommentare führender Historiker erläutern,
die Ursachen der Auseinandersetzungen, die großen Schlachten, Waffen und Taktik, zentrale
Akteure und vermitteln ein so differenziertes Bild der blutigen Realität.
Charles Manson - Der Hippie-Killer
Initiiert von Charles Manson, der als einer der groessten und grausamsten
Serienmoerder der Kriminalgeschichte gilt, lynchen vier Anhaenger seiner
Kommune, der so genannten Manson-Family, die hochschwangere Ehefrau
des Regisseurs Roman Polanski, Sharon Tate, sowie sechs weitere
unschuldige Menschen.
Psychedelic Revolution 67
Der Dokumentarfilm unternimmt eine Reise zu den Orten, die im Zentrum der Psychedelic
Revolution von 1967 standen: San Francisco, Los Angeles, New York und London.
Sie beginnt in
Eugene, Oregon. Dort steht der legendaere grellbunte Bus, mit dem Ken Kesey und seine
Merry Pranksters ab 1964 quer durch Amerika fuhren, um ihre Acid-Tests-Partys, auf
denen mit LSD experimentiert wurde, durchzufuehren und ihre Botschaft der
psychedelischen Bewusstseinsrevolution zu verbreiten. Den Soundtrack zu den Acid
Tests lieferte die befreundete Band Grateful Dead, die mit ihren magischen Live-Auftritten
zu einer der wichtigsten psychedelischen Bands der Westkueste werden sollte.
Kampf der Zivilisationen (3-Teiler)
Die ungleiche Verteilung der Reichtümer ist der wichtigste Schlüssel zum Verständnis der modernen Welt.
Warum sind Europa und Asien in der Geschichte so dominant? Warum haben nicht die Indianer, Afrikaner
und Aborigines die Europäer und Asiaten versklavt und vernichtet? Der Schlüssel liegt in milieubedingten
Entwicklungen.
Lange umgingen die Historiker die Erforschung der Zivilisation und argumentierten nur mit nahe liegenden
Gründen wie Eroberungskriegen und dem Expansionsstreben der industrialisierten Welt. Doch heute machen
die Vertreter einer gewissen biologischen Forschungsrichtung weiter entfernte Gründe geltend, indem sie auf
die angebliche Ungleichheit des genetischen Kapitals der Menschheit verweisen.
Doch die ungleiche Entwicklung der menschlichen Gesellschaften ist milieubedingt und nicht auf genetische
Unterschiede zurückzuführen. Dies beweist Jared Diamond anhand eines Rückblicks auf 13.000 Jahre
Menschheitsgeschichte. Indem er so unterschiedliche Disziplinen wie Genetik, Molekularbiologie,
Verhaltensökologie, Epidemiologie, Linguistik, Archäologie und Technologiegeschichte heranzieht, verdeutlicht
er insbesondere die Rollen der Lebensmittelproduktion und der Entstehung von dichten menschlichen
Populationen, deren Herausbildung durch die landwirtschaftliche Revolution begünstigt wurde.
Ferner zeigt er die Auswirkung der geografischen Lage auf die Verbreitung von Schrift und Technologie,
die in Eurasien mit dem Breitengrad und in Amerika und Afrika mit dem Längengrad variiert.
Ex-post-facto-Forscher Jared Diamond trifft in Zeiten der Politischen Korrektheit mit seiner Art der
Beweisführung für nicht-rassistische Erklärungen den Zeitgeist nicht nur auf den Kopf, sondern erschlägt
die Wissenschaft gleich mit. Dokumentation von Cassian Harrison und Tim Lambert (2004)
Teil - 3 - Von Sein und Haben
Dauer: 42 Min
Größe: 330 MB
Auflösung:640 x 480
Wunder des Weltalls (13-Teiler)
Jahrtausende lang waren die Sterne für die Menschen unerreichbar. Sie befanden
sich in einer fernen, unbekannten Sphäre. Menschen konnten sie nur beobachten
und sich die Welt der Gestirne mit Phantasie ausmalen und so zu erklären
versuchen. Heute erlaubt uns die moderne Technik Einblicke in ungeahnte Tiefen
des Alls, und die Raumfahrt ermöglicht uns Reisen in unsere nähere kosmische
Umgebung. Doch noch immer sind viele der faszinierenden Rätsel des Universums
ungelöst. Erleben sie mit dieser DVD eine Reise durchs Universum mit all seinen
Rätseln und Schönheiten.
Die Apollo 11-Mission (2-Teiler)
Teil 1
Am 20. Juli 1969 versammeln sich Millionen Menschen vor ihren TV-Geräten, um live beim
bislang größten Abenteuer der Menschheit dabei zu sein: Neil Armstrong, Mitglied der
Apollo-11-Mission, betritt als erster Mensch den Mond. Im ersten Teil der zweiteiligen
Dokumentation mit vielen Originalaufnahmen geht es um die Vorbereitung der
historischen Mondlandung.
Max Planck - Die körnige Welt
Max Planck öffnete mit der "Quantenmechanik" eine Tür zu einem neuen Teilgebiet der Physik.
Die Ableitungen dieser Theorie sind überraschend, widersprechen sie doch bisherigen
Vorstellungen von den Naturgesetzen. Die "nano extra"-Dokumentation zeigt, dass die Welt
vielleicht doch ganz anders organisiert ist, als man lange Zeit annahm.
Teil des 3sat-Themenschwerpunkts "Quantensprünge".

