
Weite Teile des Iraks und Afghanistans gelten heute als radioaktiv verseucht. Immer mehr Babys werden dort mit schrecklichen Missbildungen geboren – eine Folge des Einsatzes von Uranmunition. Grimmepreisträger und Dokmentarfilmer Frieder Wagner war mit dem berühmten deutschen Arzt und Epidemologen Dr. Sigwart-Horst Günther mehrfach im Irak und im Kosovo.
Abgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Auf über eine Million Tonnen werden die Bestände an angereichertem Uran mittlerweile geschätzt. Die herkömmliche Entsorgung ist äußerst kostspielig. Intensiv wurde deshalb nach Wegen gesucht, sich dieses Materials zu entledigen. in Form der Uranmunition für das Militär, die in anderen Ländern verschossen wird, wurde offenbar ein solcher Weg gefunden. Uran hat eine extrem hohe Dichte, es ist fast doppelt so schwer wie Blei. Wenn ein Urangeschoss mit höchster Wucht auf eine Panzerung triff, dringt es durch diese hindurch, wie ein Messer durch Butter. Dabei werden allerdings winzige Uranoxid Partikel frei und verseuchen Boden, Luft und Wasser.
Aus dem Interview von Cathrin Schütz (Junge Welt vom 1.12.08) mit Frieder Wagner:
"Wie reagieren Ihre Auftraggeber darauf, daß Sie Sich diesem Thema so überzeugt widmen?
Für »Todesstaub« habe ich bis heute keinen Verleih gefunden. Deshalb zeige ich den Film in unabhängigen Programmkinos und an Schulen. Das tue ich zum einen, um dieses Kriegsverbrechen bekanntzumachen. Zum anderen aber auch, weil ich seit der WDR-Ausstrahlung über die verstrahlten Kinder von Basra von keinem öffentlichrechtlichen Sender je wieder einen Auftrag bekommen habe, obwohl ich für ARD, ZDF und WDR seit 30 Jahren arbeitete. Da bin ich wohl jemandem zu heftig auf die Füße getreten. Das kann ich nicht beweisen, aber so ist es passiert. Im Falle eines Beitrags zu dieser Thematik für den Deutschlandfunk habe ich allerdings eine schriftliche Korrespondenz, die alles dokumentiert."
ACHTUNG: Film beinhaltet teilweise schokierende Bilder!
http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational_and_howto/watch/v185288422qjwMC3a
Persönliche Bemerkungen: Scheinbar benützen zumindest Armeen dreier Länder Uranmunition: USA, Kanada, Großbritannien
Ich hoffe es wir die Zeit kommen, dass diese Munition verboten wird. Die Schäden und Folgekosten sind enorm. Es werden ja nicht nur "feindliche" Territorien für längere Zeit verstrahlt, auch die Verstrahlung der der eigenen Soldaten ist nicht mehr zu leugnen. Die Beweiskette in diesem Film ist schlüssig. Auch wird interessant demonstriert wie Untersuchungen frisiert werden, damit offiziell keine Verstrahlung der eigenen Soldaten gegeben ist.
"Zynisch" ist nur, die Erkrangkungen sind in jedem Krieg die gleichen, als Folge der Verstrahlung, nur heißt es einmal:
Golfkriegsyndrom http://de.wikipedia.org/wiki/Golfkriegssyndrom
im nächsten Krieg dann Balkansyndrom http://www.balkan-syndrom.de/) ......
Wie kaltherzig, unmenschlich können nur manche Entscheidungsträger sein, die so gleichgültig gegenüber den Konsequenzen des Einsatzes von Uranmuniton sind?

